City Guide Amsterdam

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Amsterdam

Ausgabe 02/2014

amsterdam

Text Ilona Marx Fotos Rainer Rudolf

In Modekreisen gilt Amsterdam als die Hauptstadt des Denim, und das nicht erst, seit die Macher der Jeans-Fachmesse Kingpins beschlossen haben, neben New York, Hongkong und L.A. auch Amsterdam in den Veranstaltungskalender aufzunehmen. Dass sich zur Premierenveranstaltung in der Westergasfabriek eine illustre Auswahl der wichtigsten Denim-Weber einfindet, ist nur ein weiteres Indiz für das, was die Branche sowieso schon weiß: Wer A(msterdam) sagt, muss auch D(enim) sagen.

Dass sich der robuste blaue Köper bei den Niederländern dermaßen großer Beliebtheit erfreut, dürfte nicht zuletzt in der Mentalität der Handelsnation begründet liegen: Unsere Nachbarn sind praktisch veranlagte Leute – wobei man in Sachen Gestaltung vielleicht eine Winzigkeit weniger pragmatisch ist als unsereins. Dies wirkt sich nicht zuletzt auf das Design von Alltagsgegenständen aus. Mode, Möbel, Architektur – all das muss natürlich in erster Linie funktionieren. Doch wer stört sich daran, wenn das Ganze dann auch noch gut aussieht? Und da wären wir schon bei dem Look, den der Holländer bevorzugt: klassisch mit einem zeitgenössischen Twist, funktional selbstverständlich, ein bisschen retro, dennoch zeitlos, nicht zu extravagant, auf alle Fälle hochwertig verarbeitet – und am besten noch politisch korrekt. Also sowohl ökologisch nachhaltig als auch sozialverträglich produziert.

All diese Attribute treffen in unterschiedlichem Maß auch auf die Denimbrands zu, die in Amsterdam als die Big Five gelten: G-Star, Denham, Kuyichi, K.O.I und Blue Blood. Dass Tommy Hilfiger und Pepe Jeans Hollands heimliche Hauptstadt ebenfalls als einen wichtigen Standort sehen, dass Scotch & Soda es geschafft haben, von hier aus in die Welt zu expandieren – auch das sind Hinweise darauf, dass das blaue Gold in Amsterdam seine volle Strahlkraft entfaltet. Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle das ‚House of Denim – Platform for Craftmanship and Innovation in the Denim Industry’. Teil dieser 2009 gegründeten Institution: die weltweit erste ‚Jean School‘ mit Kursen von Branchengrößen und die sogenannte ‚Indigo Embassy‘, ein internationaler Expertenaustausch. Bislang noch ohne eigene Location, möchte das ‚House of Denim‘ im Sommer nun endlich das ‚Denim City HQ’ in Amsterdam eröffnen. Platz bieten soll es unter anderem einer Up-Cycling-Company, einem Denim-Archive und einer nachhaltige Wäscherei.

Denim ist also das Thema in Amsterdam. Das Cool-Cities-Special, das J’N’C-Chefredakteurin Ilona Marx und der Fotograf Rainer Rudolf an einigen lauen Frühlingstagen zusammengestellt haben, zeigt die wichtigsten Schauplätze des Hypes. Ausführliche Interviews mit den Protagonisten der Szene illustrieren, was in Amsterdam State of the Art ist – und wohin die modische Reise geht. Doch bei aller Begeisterung über das allgegenwärtige Blau: Um Langeweile vorzubeugen, ist ein Blick über den Tellerrand stets empfehlenswert. Und so haben wir im Folgenden nicht nur die besten Denim-Stores zusammengetragen, sondern sie mit den All-Time-Favourites und besten Neuzugängen aus den Bereichen Mode, Kunst, Kultur, Interior Design und Gastronomie ergänzt. Damit Sie nach Ihrem nächsten Besuch in Amsterdam nicht nur das Denim-Alphabet buchstabieren können.

 

 

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