City Guide München

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Gemütlichkeit und Luxus

Ausgabe 04/2010

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Text Ilona Marx Fotos Andy Rumball Illustration Roman Klonek

München gilt nicht nur als beliebtestes deutsches Reiseziel. Es ist nach Einschätzung des Monocle-Gründers und Lebensstil-Experten Tyler Brûlé auch die Stadt mit der höchsten Lebensqualität der Welt. Bei einem Biergartenbesuch an einem lauen Spätsommerabend mit einer Maß frisch Gezapften und einer Brezen in der Hand kommt man schnell zu demselben Ergebnis: München ist einfach schön. Mit einem Cappuccino vor sich auf einer der zahlreichen mediterran anmutenden Terrassen lässt sich das Leben hier gelassener angehen als in jeder anderen deutschen Großstadt.

Gefühlt reicht der Englische Garten eh bis zum Gardasee, davon zeugt nicht zuletzt die in der Isarmetropole sehr beliebte, gern auch neu interpretierte italienische Küche. Doch auch die urbayrische Kost erfährt hier begeisterten Zuspruch wie kaum eine andere Landesküche in Deutschland – bei den Einheimischen ebenso wie bei den Touristen.

Und was wäre München denn schon ohne den Charme seiner Gegensätze? Ohne den Luxus und Größenwahn, der sich rund um die Maximilianstraße manifestiert, wo die teuersten Designerboutiquen in einer weltweit wohl einzigartigen Dichte auf ihre gutbetuchte Kundschaft warten? Und ohne die Urbayern, die sich das Jahr über auf dem Viktualienmarkt und in den zahlreichen Brauhäusern, im späten September dann auf der ‚Wiesn‘ ihrer Lieblingsbeschäftigung – dem Biertrinken – hingeben? Die Münchner kommen im Übrigen auf einen beachtlichen Durchschnittsverbrauch von 162 Litern pro Jahr. Ein guter Teil davon dürfte in den ersten beiden Oktoberwochen durch die bayrischen Kehlen rinnen.

Doch noch einmal zurück zur Mode. Die kommt in München nämlich auch ohne Chichi aus, wie eine beachtliche (und steigende) Zahl lokaler Designer beweist: Marcel Ostertag, Patrick Mohr, Miriam Schaaf, Ayzit Bostan, Hannes Roether, Haltbar, Akindofguise, Saskia Dietz, Michael Wagner, Patrick Muff und Werkstatt:München – Die lange Liste der hochkarätigen und international erfolgreichen Münchner Modeschaffenden illustriert, dass man in der bayrischen Hauptstadt nicht nur gut leben, sondern auch gut arbeiten kann. Ein Grund dafür ist mit Sicherheit die liebevoll gepflegte Handwerkstradition, die den Kreativen zum einen Inspiration, zum anderen vielfältige Fertigungsmöglichkeiten vor Ort bietet.

Besonders im Glockenbachviertel, in der Maxvorstadt, dem Westend und im Schlachthofviertel mischen sich die alteingesessenen Handwerksbetriebe mit neuen, frischen Ladenkonzepten und kleinen, feinen Restaurants und Cafés. Der Berliner Fotograf Andy Rumball und J’N’C-Chefredakteurin Ilona Marx haben München am Vorabend des 200. Oktoberfests durchstreift und die schönsten Lokalitäten herausgefischt.

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