
Ilona Marx
Ist Strippenzieherin aus Überzeugung – und schätzt sich überglücklich, dass ihr Baby nach dreizehn Jahren aus dem Gröbsten raus ist! Mode ist ihr eine Herzensangelegenheit, Netzwerken eine Selbstverständlichkeit. Ein wenig schade findet sie allerdings, dass ihr geliebter kirschroter 1970er Opel Kadett sie nicht auf all ihren Reisen begleiten kann.

Eva Westhoff
Mit unerbittlicher Strenge korrigiert sie als Lektorin, mit ungebrochener Leidenschaft rezensiert sie als freie Autorin. Die studierte Germanistin ist eine glühende Bewunderin von Thomas Bernhard und hat, neben der deutschen Sprache, auch ein Faible für deutsche Musik – nicht zuletzt für einige Bands aus ihrer Heimatstadt Düsseldorf, bei deren Konzerten sie immer in der ersten Reihe zu finden ist.

Fredericke Winkler
Jeder in Berlin, der sich mit Mode beschäftigt, kennt die stets hervorragend informierte Autorin. Denn guter Stil interessiert sie nicht nur theoretisch. In ihrem Laden ‚Belleville‘ verkaufte die Geschäftsfrau avantgardistische Kleidung, darüber hinaus unterrichtet sie an der renommierten Esmod-Akademie. Wie sie es nebenbei auch noch schafft, ihre Kinder großzuziehen, bleibt ihr Geheimnis.

Martin Steinigen
Selbst in den heikelsten Schlusskorrektur- Phasen bewahrt der Grafikdesigner einen kühlen Kopf. Er gilt in der Redaktion als Pokerface, das in letzter Minute das Ass aus dem Ärmel zieht. Ihm und seiner Agentur Chewing the Sun in Wuppertal verdanken wir nicht nur sieben Jahre hochklassiges Layout, sondern auch das J’N’C-Logo.

Roman Klonek
Ein Baum von einem Mann! Die ungebremste Schaffenskraft des Illustrators, der seit fünf Jahren unsere Städteportraits bebildert – man spürt sie förmlich. Besonders erfolgreich ist Klonek in den USA, zuletzt arbeitete er im Auftrag der New York Times, der Wired und des San Francisco Chronicle.
Ihre Verbündeten

Dennis Fischer
Trotz seines jugendlichen Alters von gerade einmal 25 Jahren hat das Stuttgarter Allround-Talent Dennis Fischer schon mehr verschiedene Jobs durch als der durchschnittliche Bundesrentner. Nach der Schule und einer KFZ-Mechatroniker-Lehre steigt er erst einmal fest in das elterliche Fensterbau-Business ein. Was seine Familie nicht ahnt: Seine Seele hat Dennis längst an das Fixed-Gear-Biken und die Fotografie verkauft. Beweise hierfür finden sich nicht nur dutzendfach im Internet und in verschiedensten Printmagazinen, sondern auch auf den Seiten des ‚Love for Barcelona-Buchs‘, das anlässlich der gleichnamigen Fixed-Gear- Fotoausstellung veröffentlicht wurde. Für J’N’C fotografierte er die Strecke ‚Playero Total‘.

Edyta Kopcio
„Inspiration kommt stets unerwartet. Manchmal macht sie uns glücklich, manchmal verwirrt sie uns, und im schlimmsten Fall bleibt sie ein Geheimnis, weil wir nicht wissen, wie wir mit ihr umgehen sollen“, erklärt die in Polen geborene Stylistin Edyta Kopcio auf die Frage nach dem Kern ihrer Arbeit. Dass für die 32-Jährige, die mittlerweile ihren Wohnsitz nach Berlin verlegt hat, der Schlüssel zu echter Kreativität darin liegt, stets mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, beweist sie einmal mehr mit ihrem Beitrag zur J’N’C-Fotostrecke ‚Le Pierrot Solitaire‘.

Felicity Sagoe
Geboren und aufgewachsen in Nord-London, entdeckt Felicity Sagoe nicht nur früh ihre Liebe zu Vinyl-Schallplatten und Filmen von Wim Wenders, Stanley Kubrick und Werner Herzog, sondern schießt, bewaffnet mit einer Zenith-Kamera, mit gerade einmal 15 Jahren auch ihre erste Fotoserie. Was als Hobby beginnt, wird nach einem Modestudium schließlich Beruf und mündet 2006 mit der Gründung der eigenen Agentur Rootdown in Auftragsarbeiten für unter anderem BabyBabyBaby Magazine, Junkie Magazine und die russische Vogue. Parallel zur Planung ihrer ersten Ausstellung setzte Felicity für J’N’C das Model Jessi M’Bengue in Szene.

Åsa Lundström
Als Naturkind zwischen Elchen und Bären in der Einsamkeit Nordschwedens aufgewachsen, zog es Åsa Lundström mit knapp 19 Jahren nach Stockholm, wo sie am renommierten Konstfack University College of Arts, Crafts & Design zunächst ein Kunststudium absolvierte, um 2008 schließlich über die Umwege New York und London als Stylistin in Berlin zu landen. Für J’N’C kümmerte sich die mittlerweile 36-Jährige, die konsequent auf Fleischprodukte aus Mastbetrieben verzichtet und trotz einer wild entbrannten Liebe zur Hauptstadt die Ruhe, Gelassenheit und gute Luft ihrer Heimat vermisst, um die richtige Optik in ‚You are me‘.

Gerlind Hector
Als freie Journalistin, Texterin und Dozentin für Modetext und -fotografie arbeitet sich Gerlind Hector nicht nur tagein, tagaus am Thema Fashion ab, sondern weiß auch, dass irgendwie eh alles mit allem zusammenhängt. Weshalb ihr trotz aller Vorliebe für Stil und Niveau die Parallellektüre von Spiegel, Brand Eins, Bild und Gala keine allzu großen Schwierigkeiten bereitet. Nach Stationen in Düsseldorf und Hamburg wohnt sie mit ihrer Familie seit einigen Jahren in Grünwald, dem Beverly Hills von München, wo sie sich bislang erfolgreich gegen die endgültige Assimilation per Botoxspritze, Silikonimplantat und Haarblondierung wehrt. Für J’N’C hat die Yoga-Fanatikerin und passionierte Camping-Urlauberin das Thema Jersey-Pants genauer unter die Lupe genommen.

Akihito Igarashi
Geboren und aufgewachsen in Niigata, Japan, zog es Akihito Igarashi nach der Schule erst einmal nach Europa, wo er mit dem Wunsch, Stylist zu werden, am London College of Fashion ein Studium als Designer begann – um in der Folge Skizzenblock und Nähmaschine gegen eine Fotokamera zu tauschen und sich ganz der Modefotografie zu widmen. Nach seiner Rückkehr in die Heimat heuerte der heute 28-Jährige für ein Jahr als Fotoassistent in Tokio an und landete schließlich von Fernweh getrieben abermals in der Themse-Metropole. Dort dokumentiert er derzeit für verschiedene Magazine sowie für seinen eigenen Blog die mannigfaltigen Schnittstellen von Fashion und Musik in Bildern. Für J’N’C setzte der Kette lesende ‚Parklife‘-Enthusiast ‚A Scarlet Angel‘ in Szene.

Jakob Brondum
2001 gab der Däne Jakob Brondum seine ambitionierte Karriere als Profireiter auf, verkaufte sein Pferd und siedelte – bewaffnet mit seinem Sparbuch, der The Knack ‚My Sharona‘-Single, einigen Taschen und Koffern und einem Kopf voller Ideen – nach London um, wo er sich alsdann einem Studium an der Central Saint Martins College of Art & Design widmete. Nach Styling-Assistenzen bei Dazed & Confused und Harper’s Bazaar verpasste er nicht nur u. a. The Horrors, Franz Ferdinand, Grand Olè Party und Peaches Geldof den passenden Look, sondern arbeitete auch als Stylist und Consultant für Louise Amstrup und 1205. Jakob liebt seine neuen Prada-Schuhe, die Sommersonne, freie Tage und die New Yorker Shop/Restaurant- Institution ‚The Smile‘. Für J’N’C übernahm er das Styling für die Courtney-Love-Hommage ‚Dirty Blonde‘.

Alexandra Heckel
Ob als Stylistin, Moderedakteurin, DJane oder in Designmission mit ihrem eigenen Fashionlabel Proportion – Alexandra Heckel ist ein kaum zu stoppendes Energiebündel. Wenig verwunderlich also, dass ihr Work-Portfolio in den vergangenen neun Jahren nahezu biblische Ausmaße angenommen hat und neben der Arbeit für Magazine wie Intro, Spex, Deutsch und Vanity Fair auch die für verschiedene Fernsehsender, Sportler und Musiker umfasst. Um nach einem rastlosen Tag zur Ruhe zu kommen, empfiehlt die Wahlberlinerin wahlweise eine gemütliche Kochsession mit guten Freunden, den Besuch eines ‚Belle and Sebastian‘-Konzerts oder die DVD-Edition von ‚I’m a Cyborg but that’s ok‘. Im Rahmen der aktuellen J’N’C kümmerte sie sich um das Styling für ‚Leaving Ibiza‘.

Christoph Voy
„30 Grad im Schatten und unten schwappt die Meute der Party- People ins Hotel Bon Sol in Playa d’en Bossa, Ibiza. Mit fast Vierzig sag ich: Party my ass. Morgen fotografieren wir hier eine Strecke für J’N‘C à la ‚Leaving Las Vegas‘. Das ist schon eher meine Party. Heute noch durchheulen, mit Likör 43zig, einer süßen Plörre, die großartig aussieht und passabel schmeckt. Hab mich die letzten zehn Jahre durch sehr viel Party und Rock’n’Roll fotografiert, bis ich merkte, dass Fotografieren mir das Wichtige daran war. Selbst den besten Film kann man sich nicht jede Woche dreimal angucken. Deswegen freu ich mich auf morgen und mein Berliner Sofa.“

Andy Rumball
Als Brite und selbst ernannter Man in Grey liebt Andy Rumball die Farbe des Nichts. Weil ihm jedoch durchaus auch an Veränderung gelegen ist, tauschte der Fotograf vor einigen Jahren den grauen Himmel seiner Heimat gegen den grauen Himmel Berlins, wo er, falls erwünscht, das Leben und Werken von Mitmenschen und Auftraggebern, darunter Nike, Spex, Die Zeit, The Wire, Neon und 4AD Records, auch mal in Color ablichtet. Dass er seiner monochromen Passion dennoch stets treu geblieben ist, versteht sich eigentlich von selbst. Für die aktuelle J’N’C fotografierte Andy die Strecke ‚The Forest’.

Johanna Ruebel
Ihr Faible für die Weltenbummelei ist Johanna Ruebel quasi in die Wiege gelegt worden. In Hamburg geboren, ging es im Alter von sieben Jahren mit der Familie nach Frankreich und mit dem bestandenen Baccalauréat in der Tasche schließlich schnurstracks in die Ateliers und Vorlesungssäle des renommierten Londoner Central Saint Martins College, wo Johanna sich der Kunst des Grafikdesigns und der Fotografie widmete. Aktuell lebt die ausgewiesene Schildkröten- und Teeliebhaberin in London und Berlin, von wo aus sie unter anderem für Teen Vogue, Sleek Magazine und Flux fotografiert und illustriert. In der J’N’C debütiert sie in dieser Ausgabe mit der Modestrecke ‚The Tender Spot‘.

Johannes Thumfart
Johannes Thumfart, Jahrgang 1978, studierte Philosophie und Geschichtswissenschaften in Berlin und Paris und promovierte schließlich über den Kolonialismus in Lateinamerika. Neben Lehrtätigkeiten an der FU Berlin und dem Colegio de México in Mexico-City hat sich Johannes dem freien Journalismus verschrieben und veröffentlicht unter anderem in der Süddeutschen Zeitung, der Taz, der Zeit sowie in verschiedenen englischsprachigen Magazinen wie etwa Lodown. In der aktuellen Ausgabe der J’N’C berichtet er direkt von den Hotspots in Mexico-City.

Rachel de Joode
1979 im niederländischen Amersfoort geboren, studierte Rachel de Joode zunächst zeitbezogene Kunst an der Amsterdamer Gerrit Rietveld Academie, bevor sie sich als Künstlerin, Grafikerin, Editorial-Fotografin, Kuratorin, Auktionshaus-Gründerin und Meta-Magazine-Herausgeberin ganz in den Dienst eines komplett genreübergreifenden Kunstansatzes stellte. Ihre Arbeiten wurden nicht nur auf Ausstellungen in Amsterdam, Xiamen, Mexico- City, Oslo und Herzliya gezeigt, sondern auch auf Arte-TV, im Picnic Magazine, Vorn Magazine, NY Arts Magazine sowie in verschiedenen Publikationen des Gestalten Verlags gefeatured. Für J’N’C hielt die Wahlberlinerin die kleinen und großen kulturellen Geheimnisse von Mexico-City in Bildern fest.

Erwin Wenzel
Nachdem Erwin Wenzel als Mitglied der RUF-Crew gut 15 Jahre lang die Graffitiszene ordentlich aufgemischt hatte, war der Wunsch, seinen künstlerischen Blick auf die Realitäten auch legal zu präsentieren, so übermächtig, dass er im Rahmen einer Fotografenausbildung endgültig beschloss, die Sprühdose gegen eine Kamera einzutauschen und fortan statt Züge nur noch Filme vollzubomben. Eine durchaus nachhaltige Entscheidung, die dem Düsseldorfer in der Folge nicht nur ein breites Portfolio namhafter Kunden wie etwa Die Zeit, MTV, Insight, BMG und Style and the Family Tunes bescherte, sondern auch ein wenig Ruhe ins Leben des mittlerweile zweifachen Familienvaters brachte. Für J'N'C fotografierte der Sardinien-Liebhaber die Strecke ‚The Early Bird'. Den Soundtrack zur Arbeit lieferten The Beastie Boys und Die Ärzte.

Valerie Soschynski
Die gebürtige Berlinerin Valerie Soschynski studiert in ihrer Heimatstadt im fünften Semester Modejournalismus und Medienkommunikation an der Akademie Mode & Design. 2010 sammelte sie bereits Erfahrungen in der Redaktion der Elle in München. Für ein Praktikum bei der J'N'C verließ sie die geliebte Hauptstadt nun ein weiteres Mal und zog für knapp vier Monate ins beschauliche Düsseldorf. Seitdem schlägt sich die 23-Jährige täglich tapfer durch das Dickicht des Modedschungels und teilt ihre Fundstücke via Blog-Work mit der interessierten Außenwelt. In der aktuellen Ausgabe stellt sie nicht nur im Rahmen der ‚Labels to Watch' die spannendsten Fashion-Newcomer vor. Valerie präsentiert auch die schönsten ‚Moody Goods' zum Thema ‚Reich der Tiere'.

René Fietzek
Warum sollten ‚Naturbursche' und ‚Schöngeist' nicht harmonisch in einer Person funktionieren, fragte sich René Fietzek berechtigterweise und verließ kurz nach der Abiturfeier seine beschauliche ostfriesische Heimat, um im Rahmen eines viel zu langen Studiums der Theater- und Medienwissenschaften sein Glück in Hamburg und Wien zu suchen – und es im Fachbereich Fotodesign am Lette-Verein, Berlin, schließlich zu finden. Der Wahl-Hauptstädter, der sich weniger als Künstler denn als Dramaturg versteht, fotografiert bevorzugt mit natürlichem Licht, findet sich unnatürlich räkelnde Models höchst fragwürdig und lässt sich gern von gutem Essen, guten Büchern und abenteuerlichen Reisen inspirieren. Für die aktuelle Ausgabe der J'N'C fotografierte René ‚Modern Mimesis'.

Yves Borgwardt
Eigentlich wollte Yves Borgwardt Chirurg werden, was jedoch an einer ausgeprägten Hemaphobie scheiterte und ihn nach Schule und Bundeswehrdienst statt in den Operationssaal hinter die Kamera führte. Nach der Ausbildung zum Fotografen ging er zum Arbeiten nach Berlin, wo er immer noch lebt. Yves Borgwardt mag den Duft druckfrischer Tageszeitungen und den Klang gregorianischer Choräle. Für seine ‚hell'-Modebild-Strecke, die er zusammen mit seiner Freundin, der Stylistin Saskia Schmidt, für J'N'C produzierte, suchte und fand er Inspirationen in alten Mythen, Ritualen und Festen.

Lea Nielsen
Geboren in Kopenhagen verschlug es Lea Nielsen im zarten Alter von gerade einmal 16 Jahren nach London, wo sie – nachdem die angestrebte Karriere als Profi-Tänzerin aufgrund von Verletzungspech aufgegeben werden musste – die hohe Kunst der Fotografie für sich entdeckte und fortan ohne Kamera kaum noch das Haus verließ. Nach ersten Arbeiten im Mode- und Theaterbereich kehrte die mittlerweile 28-Jährige schließlich in ihre Heimatstadt zurück, um kurze Zeit später ihre Zelte auch in Berlin aufzuschlagen. Inspirationen für ihr J'N'C-Shooting ‚Silence is golden' fand die Schlittschuh- Enthusiastin und ausgewiesene Flohmarkt-Expertin nicht nur bei den bildgewaltigen Werken Ingmar Bergmans und den starken Frauen der 1930er Cinema-Kultur, sondern auch in Patti Smiths ‚Just Kids'-Biografie und den musikalischen Arbeiten des französischen Komponisten Yann Tiersen.

Svea Jörgens
Jedes Mal, wenn Svea denkt, ihr Leben sei langweilig und sie verbringe die meiste Zeit mit Trash-TV auf ihrer lila Couch in Köln-Mülheim, begegnet sie den interessantesten Menschen. Zuletzt Karl Lagerfeld. Svea studierte Modejournalismus, dann Germanistik und Philosophie, ging nach Berlin zum ZEITmagazin, studierte wieder Modejournalismus, ging nach Hamburg zur Financial Times Deutschland und qualifizierte sich somit als kompetente Redakteurin für die J'N'C News. Und als sie dachte, das könnte eventuell langweilig werden, begegnete sie bei der Eröffnung des ersten NEO-Stores in Hamburg Dirk Schönberger. Der duftet zwar nicht so gut wie Herr Lagerfeld, hatte aber eine ganze Menge zu erzählen – über Anzüge und Lederschuhe, die schöne neue Welt und Tabula Rasa.

Sergio Membrillas
Der im spanischen Valencia geborene Illustrator kann nicht nur wesentlich schneller sprechen als wir. Er hat es auch geschafft, sein Selbstporträt auf sieben Zeilen zu beschränken. Lassen wir Sergio also selbst zu Wort kommen: „Zeichnen ist meine Leidenschaft und nebenbei auch mein Broterwerb. Ich liebe Radfahren – vor allem durch Berlin. Ich mag die anonyme Illustrationskunst des 60er-Jahre-Ostblocks, die Filme von Wes Anderson und die schlecht aufgenommene LoFi-Musik von jeder Menge K-Records-Bands. Eulen sind meine Lieblingstiere, aber eigentlich finde ich alle Tiere, die im Wald leben, super – ebenso wie den Wald selbst. Ich hänge gern in Parks rum und schaue mir Pflanzen an. Und ich liebe es, in der Welt herumzukommen, weshalb ich mich jetzt auf der Stelle auch wieder um meine nächsten Reisepläne kümmern muss!" Für die aktuelle J'N'C hat sich Sergio des Themas ‚Mode und DIY' angenommen.

Adriaan Louw
Geboren und aufgewachsen in Pretoria, Südafrika, studierte Adriaan Louw zunächst Grafik- und Werbedesign und verdiente sein Geld als Animation & Motion Artist, bevor er 2003, gelangweilt vom festgefahrenen Alltag in Corporate-Agenturen, seine wahre Passion im Reisen und der Fotokunst fand. Seitdem ist der 38-Jährige weltweit unterwegs. Neben der Kamera stets mit im Gepäck: eine Ausgabe von Ayn Rands ‚The Fountainhead’, eine DVD von Stanley Kubricks ‚2001: A Space Odyssey’ sowie ein mit neuen und alten Songs vollgestopfter MP3-Player auf Random-Modus. Für den J’N’C-Cityguide ließ sich der ausgewiesene Kaninchenliebhaber auf der Suche nach den heißesten Spots der Stadt durch die Straßen São Paulos treiben – und wurde schnell fündig.

Marina German
Vom katholischen Mädchengymnasium in Stuttgart auf den Laufsteg nach Paris, vom Modedesign-Studium im beschaulichen Pforzheim zum Jobben in einem Secondhand-Store in Berlin-Kreuzberg. Das Leben der mittlerweile als Stylistin in London arbeitenden Marina German ist ein ebenso bunter wie aufregender Kreuz-und-quer-Trip durch die Metropolen und Provinzen Europas, bei dem es stets jede Menge zu entdecken gibt. Zum Beispiel Lieblingssongs und Lebenssoundtracks wie Neil Youngs ‚Rockin' in the Free World' oder Unterwäschelabels wie Mary Portas, die nicht nur komplett in England produzieren, sondern sich auch intensiv um arbeitslose Jugendliche kümmern – und Mode eben doch zu mehr als nur Mode machen. Für J'N'C arbeitete Marina German zusammen mit dem Fotografen Christoph Voy an ‚Hay Birds'.

Katharina Poblotzki
„Also: Born and raised in Köln-Mülheim, dann via London, Melbourne, Stockholm und Kopenhagen ab nach Berlin-Neukölln, wo ich jetzt wohne, wenn ich nicht gerade knipsend in New York oder für J'N'C in Rio de Janeiro rumturne, um mit der Stylistin Alexandra Heckel in Favelas, auf Friedhöfen und an Stränden Hexentänze mit den tollsten Cariocas der Stadt aufzuführen. Früher war ich als Dokumentarfilmerin unterwegs, verdingte mich als Foto- und Moderedakteurin und gab mit ‚Neue Probleme' mein eigenes Heft heraus. Mittlerweile habe ich mich ausschließlich der Fotografie verschrieben und bereits mit Leuten wie Sofia Coppola, Moby, M.I.A., Robyn und Florence & the Machine gearbeitet." To be continued ...

Jolien Deckers
In Wuppertal geboren und mit einem belgischen Pass ausgestattet, wurde Jolien Deckers der gepflegte Internationalismus quasi in die Wiege gelegt, was zur Folge hatte, dass sich die heute 24-Jährige sowohl für die deutschen Wälder und Berge als auch für flämisches Kriek-Bier, Gemälde des britischen Impressionisten Alfred Sisley und französische Literatur begeistern kann – im Original natürlich. Ihr Faible für wieselflinke Wortjonglagen, bereits im frühen Kindesalter entdeckt, kultiviert die Ballett liebende Wahl-Düsseldorferin inzwischen im Rahmen eines Anglistik- und Romanistik-Studiums sowie aktuell auch für J'N'C. Für die vorliegende Ausgabe forschte sie in Sachen ‚Labels to Watch' nach interessanten Newcomern.

Linda Alfvegren
Geboren und aufgewachsen in Ekerö, einem kleinen Dörfchen nahe Stockholm, drückte Linda Alfvegren bereits im zarten Alter von acht Jahren lieber den Kameraauslöser als die Schulbank und stellte damit schon früh die Weichen für ein Leben im Zeichen des „Zeitstoppens und Zurückschauens“, wie sie die hohe Kunst der Fotografie nennt. Und die Inspiration lauert einfach überall: beim Blick aus dem Küchenfenster, auf dem Weg zum Einkaufen, auf Reisen und auf dem Fußballplatz, zu dem sie ihren achtjährigen Sohn mehrmals die Woche begleitet. Aktuell arbeitet Linda an einem Kinderbuch, plant mindestens zwei Ausstellungen – und fand glücklicherweise dennoch die Zeit, um für die aktuelle J’N’C die Strecke 'The Artist' zu fotografieren.

Frauke Berg
Tel Aviv, Bergen, Buxtehude – Frauke Berg war in den letzten Wochen viel unterwegs und hasst Stillstand. Vor allem künstlerisch. „Zu Hause sitzen und die Decke anstarren ist nichts für mich“, betont die Düsseldorfer Künstlerin und Illustratorin und feilt bereits an ihren nächsten Ausstellungen. Aktuell entwickelt sie mit der Musikerin Anja Laumann ein Projekt, bei dem Klang und Zeichnung eine Liaison eingehen. Außerdem plant Frauke eine Platte mit dem Label der Düsseldorfer Slowboys, auf dem ihre kruden Experimente zu hören sein werden. Nebenher bestückt sie das Zeit-Magazin oder hippe Modejournale mit ihren Illustrationen. Ach ja, der Trailer für den Kunstfilmtag 2012 geht auch auf Fraukes Kappe. Und so ist ihr Lebensmotto – frei nach Goethe: „Man kann jeden Tag etwas Neues anfangen, man muss es nur tun.“

Andreas Zimmermann
Andreas ‚Andizett’ Zimmermann ist ein Mann mit vielen Talenten. 1998 tauchte er als Model im ersten J’N’C-Shooting überhaupt auf und ist uns seitdem als liebenswürdiger Haus-und-Hof-Fotograf für City Guide und Co. treugeblieben. Wenn er nicht gerade im Auftrag der J’N’C die sieben Weltmeere umschifft – und das tut er häufig –, arbeitet der 37-Jährige gebürtige Düsseldorfer, der seit 2008 ein Fotografie-Diplom der renommierten Essener Folkwang Hochschule in der Tasche hat, streng und mit Nachdruck an der Sollbruchstelle zwischen Kunst in der Galerie und Kommerz in der Werbung. Andizett ist mit seinen drei launischen Landschildkröten Chelona, Hermes und Times Machine, die zusammen genauso alt wie er selbst sind, längst per Du und hat im Rahmen des ‚Spontaneous Random’-Projekts den architektonischen Möglichkeiten von Legosteinen ein Denkmal gesetzt. Für die aktuelle J’N’C machte er sich nach Madrid auf.

Fee Romero
1982 in Hamburg geboren, verbrachte Fee Romero den Großteil ihrer Kindheit und Jugend in London und Berlin, um sich schließlich nach einer Ausbildung bei Estée Lauder im zarten Alter von 22 Jahren zunächst als Hair & Make-up Artist selbstständig zu machen. Weil jedoch Haare längst nicht alles sind, was im künstlerischen Leben zählt, entwickelte Fee in ihrer raren Freizeit gemeinsam mit der spanischen Bildhauerin Adelaida Cue Bär Film- und Fotokonzepte jenseits der Norm. Eine Zusammenarbeit, die schließlich in der Gründung der Hamburger Allround-Projektgruppe La Roquette mündete. Für J’N’C inszenierte das Duo gemeinsam mit dem Fotografen Amos Fricke die Strecke 'Blue Blood'.

Gulliver Theis
1971 in Freiburg im Breisgau geboren, erbte Gulliver Theis 1985 seine erste Kodak Retina 3 vom Opa, um nach einjähriger Experimentierphase 1986 endgültig der schönen Kunst des Fotografierens zu erliegen. Nach dem Gewinn des deutschen Jugendfotopreises besuchte er 1991 zunächst die Basler Schule für Gestaltung, hängte ab 1994 noch ein Kommunikationsdesign-Studium an der HAW Hamburg dran und landete 1996 schließlich im New Yorker International Center of Photography. Leidenschaften: Fotografie, Essen und Reisen. Persönliche Mission: die Weiterentwicklung des Mediums – von der Lochkamera bis zum Großformat wurde hier bereits alles gecheckt! Weitere Interessen: Menschen, die Welt, Politik und gesellschaftliches Verständnis. Mag nicht: sinnlosen Konsum und schnelle Trends. Für die aktuelle J’N’C porträtierte Gulliver Theis seine derzeitige Hometown Hamburg.

Neda Rajabi
1982 in Shiraz in der Nähe von Persepolis geboren, aufgewachsen in Deutschland und mittlerweile in Berlin beheimatet, versuchte Neda Rajabi zwar schon früh, das Mysterium der menschlichen Schönheit mit der Kamera zu ergründen, entschied sich nach der Schule jedoch erst einmal für ein Produktdesign-Studium – um schließlich dann doch noch ihre Berufung als Fotografin zu finden. Am Set arbeitet die passionierte ‚Persian Cuisine‘-Köchin und gute Esserin am liebsten mit Freunden und verwandten Seelen aus verschiedensten Disziplinen, weil „sich dann Arbeit nicht nach Arbeit anfühlt, sondern nach Spaß, die Stimmung stimmt und sich so das bestimmte Etwas einstellt, das den Bildern eine Qualität verleiht!“ Neda mag Reiseabenteuer, Charaktersounds und Charakterdüfte und ist von Langeweile schnell gelangweilt. Für J’N’C setzte sie ‚Jolie Fleurie‘ in Szene.

Ingo Fast
Aufgewachsen im Schwarzwald und an den Ufern des Bodensees, fällt es dem Pre-Teen Ingo Fast schwer, sich zwischen der Malerei und dem Segeln als erste große Liebe zu entscheiden, weshalb er konsequenterweise einfach beides kombiniert und sich und seine Familie mit unzähligen Zeichnungen von Segelbooten beglückt. Eine Obsession, die Jahre später nicht nur zu einem Segeltörn über den Atlantik führt, sondern auch ein Studium an der Berliner Hochschule der Künste und der New Yorker Parsons School of Design nach sich zieht. Mittlerweile in Bangkok ansässig, verbringt Ingo seine Zeit mit Tischtennis, Musikhören, Schwimmen und der Bespaßung seiner Kids, wenn er nicht gerade seine weltweite Kundschaft, darunter das New Yorker Museum of Modern Art, die New York Times, das Time Magazine und American Express, mit Illustrationen versorgt. Für die aktuelle J’N’C-Ausgabe zeichnete Ingo Fast seine Version der It-Bag.

Shuhei Shine
Nach einer turbulenten Kindheit und Jugend im japanischen Ishikawa, in deren Verlauf Shuhei Shine seine Kamera als adäquates Mittel zur nachhaltigen Archivierung des Alltäglichen und künstlerisches Tool gleichermaßen zu schätzen lernte, agierte er zunächst als Assistent von Miyazawa Masaaki, um sich 2009 schließlich mit einigen Koffern und seinem gesamten Equipment bepackt nach London abzusetzen, wo er seitdem als freiberuflicher Fotograf arbeitet. Wenn Shuhei nicht gerade von Set zu Set eilt oder zum x-ten Mal seinen Lieblingsfilm ‚Die Verurteilten‘ in den heimischen DVD-Player wirft, bereist er, stets von den Songs des japanischen Rockmusikers Kyosuke Himuro und einigen Ausgaben der Manga-Serie JoJo Bizarre begleitet, die Welt. Für J’N’C fotografierte er die ‚Pale Riders‘.

Gunnar Tufta
Ein Plastik-Flamingo in Nachbars Garten war die Initialzündung für Gunnars Karriere. Mittlerweile ist der Norweger mit Wohnsitz in London ein gefragter Mode- und Werbefotograf und hat mit renommierten Kollegen wie Steven Klein und Nadav Kander zusammengearbeitet. Unterwegs in den Metropolen dieser Welt – aktuell weilt er in New York – empfindet er sich dennoch als absolutes Landkind. Durch die unendliche Finsternis des skandinavischen Winters zu stapfen, eingehüllt in ein halbes Dutzend Strickpullis, ist für ihn das Größte. Für die aktuelle J'N'C setzte Gunnar ‚Thelxinoe' in Szene.

John Gripenholm
An seine erste Kamera kann sich John Gripenholm noch gut erinnern: Irgendwie war sie schwarz mit einem orangefarbenen Knopf. Heute reicht ihm das nicht mehr! Denn der Stockholmer ist gut im Geschäft und fotografiert rund um die Uhr für Labels von Lee bis Monki oder Hochglanzhefte wie Dazed & Confused und Elle. Ein echter Perfektionist ist er in Sachen Beleuchtung und Lichtreflexe. „Manchmal achte ich selbst im Gespräch mehr auf den Lichteinfall als auf die Worte meines Gegenübers", gesteht er. Seinen Job als Fotograf kann der nicht-blonde Schwede eben nicht so leicht ausblenden.

Bodo Ernle
Genau wie Roland Emmerich stammt auch Stylist Bodo Ernle aus dem schönen Sindelfingen. Mit Katastrophenfilmen hat er es aber nicht, dazu waren seine fünf Jahre bei Bravo Girl! einfach viel zu schön. Aktuell residiert Bodo in Berlin-Kreuzberg, packt aber zwischendurch ständig seine Koffer, um für Magazine wie Celebrity, Mr Style oder Indie um den Globus zu jetten. Man sieht es seinen Stylings an: Bodo mag Gegensätze – auch ganz privat. Glitzerjacke oder Graffiti-Shirt, Froschschenkel oder Fastfood? Egal, Hauptsache, die nächste Reise geht nach São Paolo. Da ist doch gerade Sommer…

Annekatrin Looss
Wer seine Karriere als Love-Parade-Reporterin beginnt, den haut so schnell nichts um. Annekatrin Looss schon mal gar nicht: Kung-Fu, Tai-Chi – kann sie alles. Ihren blauen Judogürtel packt sie aber nur aus, wenn ihr einer wirklich sehr blöd kommt. Also fast nie, denn mit der gebürtigen Berlinerin kann man jede Menge Spaß haben. Das fand auch der smarte Jeanser Jason Denham, den sie für J'N'C interviewt hat. Aktuell zieht es die freie Autorin übrigens ins Grüne. Wer also für Annekatrin, ihre Familie, Freunde und Viecher ein nettes Häuschen am See übrig hat, darf sich gerne melden.

Franziska Klün
„Sie sind ja wirklich eine verdammte Krähe", hat garantiert noch niemand zu Franziska Klün gesagt. Nein, das ist lediglich der Titel eines Interviewbands ihres literaturaffinen Lieblingsjournalisten André Müller. Genau wie ihr Vorbild hat sich auch die 30-jährige Berlinerin ein Spezialgebiet gesucht: Die sich permanent wandelnde Modeszene ihrer Heimatstadt ist ihr Steckenpferd, denn da wird's nie langweilig. Außerdem hat Franziska mitgeholfen, die Berliner Zitty Modebücher zu entwickeln. Davon gibt's mittlerweile eine ganze Reihe, und jeder Fashion-Freak mit Wohnsitz an der Spree möchte darin gern Erwähnung finden.

Florian Danner
Wirklich schöne Zähne hat Florian Danner, unser Fotograf mit Wohnsitz in Witten. Die braucht er auch, denn über ein saftiges Rindersteak mit Salat-Deko geht ihm nichts. Aber bitte auf den Punkt gebraten, da ist er pingelig. Ansonsten ist Florian durchaus ein Freund von Überraschungen. Am liebsten urlaubt er mit Rucksack und ohne Reiseplan in der Taiga oder den Tropen – Hauptsache extrem. Was seine Arbeit als Mode- und Werbefotograf betrifft: da liebt er „schnörkellose, feinsinnig emotionale Ästhetik mit künstlerischem Touch". Soso, ein Mann mit Idealen! Das Ergebnis lässt sich in der Fotostrecke 'Pattern Recognition' bewundern.

Biki John
Biki liebt’s bunt und schrill! Die Londoner Stylistin mit nigerianischen Wurzeln und Wohnsitz in Berlin experimentiert für ihr Leben gern mit schrägen Looks. Da liegt es nahe, das Hobby zum Beruf und sich in der Modeszene einen Namen zu machen. So war sie unter anderem Chef-Stylistin beim Africa Fashion Day während der Berliner Fashion Week und arbeitet aktuell für verschiedene Online- und Offline-Medien. Ihr besonderes Markenzeichen ist definitiv ihr Humor, unter Bloggern ein seltenes Gut. Auf ihrer Seite ‚My Fashion S/ash Life‘ erzählt Biki Kurioses aus ihrem aufregenden Berufs- und Privatleben.

Rainer Rudolf Benoit
Seinem Ziel, vor der großen Klimakatastrophe alle Schulden getilgt zu haben, kommt Rainer immer näher. Erstens hatte der Frühling ja doch noch ein Einsehen, und zweitens stapeln sich die Aufträge bei ihm. Der Düsseldorfer Fotograf ist stets offen für Schräges und kann als Hobby-Mathematiker anhand komplexer dynamischer Systeme problemlos die Existenz von Chaos nachweisen. Für uns flog er zum Creative Room nach Venedig und verlor nichts von seiner Coolness, als er vor den Zollbeamten dreimal seine Kameras auseinanderschrauben musste. Wer seine Kindheit auf Mauritius verbringen durfte, hat eben die Ruhe gepachtet.


